Datensicherung mit Acronis True Image
Datensicherung sollte man auch im privaten Bereich nicht vernachlässigen. Auch wenn ein Festplattencrash nicht jeden Tag auftritt, so ist die Möglichkeit durchaus vorhanden. Ein Festplattendefekt tritt leider immer dann auf, wenn man ihn nicht erwartet und nicht vorbereitet ist. In so einem Fall sind die Daten von einer Sekunde auf die andere verloren. Eine Datenrettung durch Spezialfirmen ist in vielen Fällen wohl möglich; dies ist aber im privaten Bereich unbezahlbar bzw. steht in keinem Verhältnis. Aber nicht nur für einen Festplattendefekt gilt es sich abzusichern. Es kann immer wieder mal vorkommen, dass das System durch neu installierte Software oder Treiber aber auch durch Viren etc. instabil wird und neu aufgesetzt werden muss. Wohl dem, der eine Datensicherung zur Hand hat.Neben dem Basisimage erstelle ich regelmäßig Images der System- und der wichtigsten sonstigen Partitonen. Die Datenpartition wird dabei sehr viel häufiger gesichert als die Systempartition. Im Falle eines Falles wäre ich so immer in der Lage, aktuelle bis sehr aktuelle Images der wichtigsten Festplattenbereich zur Hand zu haben.
True Image erstellt diese Images in meinem Fall auf einer externen USB-Platte. Eine Sicherung auf DVD oder DVD-RAM wäre möglich. Aufgrund der Größe der Sicherungsdateien sind mit DVD's aber zu unhandlich. Auf eine mittelgroße USB-Platte (160 GB) passen schon einige Sicherungsdateien. True Image kann sogenannte Tasks verwalten. Dies sind vordefinierte Backupvorgänge, die zeitgesteuert automatisch im Hintergrund durchgeführt werden. Auch die Sicherung der Systempartitionen im laufenden Betrieb ist mit True Image möglich. Ein Restore von Partitionen ist - mit Ausnahme der Systempartitionen - ebenfalls im laufenden Betrieb unter Windows möglich. Man sollte die Imagedateien vor dem Restore von True Image prüfen lassen. Dies ist wichtig, da True Image die vorhandenen Daten vor dem Restore vollständig löscht und dann zurückspielt. Ist die Imagedatei fehlerhaft, dann sind die Daten weg und das Image läßt sich nicht mehr verwenden. Die Überprüfung der Imagedatei lasse ich zudem immer nach dem Backup durchführen; dies geschieht - wenn man den Backuptask entsprechend konfiguriert - automatisch.
True Image kann vollständige, inkrementelle und differenzielle Backups erstellen. So kann man die Dateigrößen der Imagedatein kleiner halten und hat immer verschiedene Backupstände zur Hand. Es kommt vor, dass man nicht das ganze Image, sondern einzelne Dateien benötigt. Auch dies stellt für True Image kein Problem dar. Man kann ein Image ans "System anschliessen". Dann wird das Image als Laufwerk gemountet und man kann über den Explorer den Inhalt des Images durchsuchen (als ganz normale Ordner-/Dateistruktur) und die gewünschte Datei(en) kopieren. Mit neueren Versionen von True Image kann man auf diesen Weg auch Dateien ins Image schreiben; in älteren True Image Versionen sind die Images als "read only" gemountet..
Man kann eine sogenannte Security-Zone erstellen und diese als Backupziel auswählen. Die Security-Zone ist ein versteckter Bereich auf der Festplatte. Dieser Bereich ist vor Viren etc. geschützt. True Image hat einen sogenannten Recovery Manager. Ist dieser aktiviert, dann kann man beim Booten auf die Security Zone zurückgreifen und von dieser das System wiederherstellen - also die Imagedatei zurückspielen.
Dies ist ein grober Überblick über das Programm. Wie gesagt, es hat mich noch nie im Stich gelassen. An dieser Stelle muss aber gesagt werden, dass im WildersForum immer wieder Anwender mit Problemen auflaufen. Meistens sind aber die Konfigurationen der Anwenderrechner und keine Programmfehler von True Image Ursache der auftretenden Probleme. Man sollte auf jeden Fall vor Kauf und Einsatz des Programms die Demoversion herunterladen und installieren. Dann sollte man schnell feststellen, ob die eigenen Konfiguration mit dem Programm läuft. Man sollte bei Fehlermeldungen in Foren aber auch berücksichtigen, dass in der Regel Anwender mit Problemen Beiträge schreiben. Anwender ohne Probleme, die dann in der Mehrheit sind, melden sich eher selten zu Wort.
Die Vollversion von True Image kostet derzeit 49,90 EUR; die Updateversion 29,95 EUR. Arconis bringt i.d.R. jedes Jahr eine neue Version auf den Markt. Die neuen Funktionen werden in den meisten Fällen nicht von allen Anwendern benötigt. Die beispielsweise in einer der letzten Updates integrierte Möglichkeit, Anwendungseinstellungen oder E-Maildaten zu sichern, hat mich nicht gereizt. Es sind aber immer wieder sinnvolle Ergänzungen unter den neuen Funktionen zu finden. In der Version 2009 ist das zum Beispiel die Ausführung eines Task, wenn das definierte Backupmedium nach Ablauf der voreingestellten Zeit eingelegt bzw. eingeschaltet wird.

