Datensicherung

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Mit dem Thema Datensicherung sollte sich eigentlich jeder Computerbesitzer beschäftigen. Die Praxis sieht wohl anders aus. Viele Anwender vernachläßigen die Datensicherung oder machen sich diesbezüglich gar keine Gedanken.

Entscheiden muß das jeder für sich selbst. Bedenken sollte man aber, dass die EDV-Anlage bei jedem Gewitter in Gefahr ist; ein Blitzeinschlag in der Nähe kann die komplette Anlage über den Jordan schicken. In so einem Fall wären auch die Festplatten und die Daten verloren.
Die Festplatten sind selbst ein nicht zu unterschätzender Unsicherheitsfaktor. Es besteht durchaus die Gefahr, dass ein Festplatten-Crash, der sich nicht immer vorher ankündigt, die auf der Platte befindlichen Daten zerstört. Wenn man sich für die Datensicherung entschieden hat, steht man vor der Frage "Wie sichere ich ?". Eine Sicherung auf Bänder dürfte für den Privatanwender zu teuer sein.
Als Medien stehen dem Privtanwender zur Verfügung :

  • CD-+R; preiswert, geringe Kapazität
  • CD-+RW; preiswert, geringe Kapazität, unsicher (teilweise kurze Lebensdauer)
  • DVD-+R; preiswert, relativ große Kapazität, unsicher (man sagt DVDs eine recht kurze Lebensdauer nach)
  • DVD-+RW; preiswert, relativ große Kapazität, unsicher (man sagt DVDs eine recht kurze Lebensdauer nach)
  • DVD-RAM; teurer als DVD-+R, relativ große Kapazität, gelten als langlebig, die meisten DVD-Brenner können allerdings keine DVD-RAM beschreiben
  • externe Platten; große Kapazität, mittlerweile recht preiswert, Gefahr von Festplatten-Crash.

Ich sichere auf externe Platten. Eine Markenfestplatte (200-250 GB) kostet 80 bis 85 Euro. Das notwendige externe Gehäuse 25 bis 30 Euro (Preise jeweils aus der aktuellen Preisliste eines Fachhändlers vor Ort). Die Platten werden bei Bedarf über USB angeschlossen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die internen Platten und alle externen Platten gleichzeitig den Geist aufgeben, dürfte recht gering sein. Die externen Platten haben aus meiner Sicht viele Vorteile, gegen den wesentlichen Nachteil (Platten-Crash) kann man sich durch doppelte Sicherung absichern. Da ich mit RAW-Dateien arbeite (die sind rd. 12 MB groß) und gerade am Scannen meiner analogen Bildbestände (jeweils 45 MB Tif-Datei) bin, erspare ich mir das Jonglieren mit einer Vielzahl von DVDs (die zudem auch noch als extrem unsicher gelten). Für die als sicher geltenden DVD-RAM müßte ich mir einen neuen Brenner anschaffen.

Um die Daten zu sichern, hat man mehrere sinnvolle Verfahren zur Auswahl. Entweder sichert man mit einem Programm wie SyncBack, Backup Wizard oder Beyond Compare auf eine externe Platte. Wobei man einstellen kann, ob die Daten wirklich nur kopiert oder ZIP-Archive erzeugt werden. Bei JPG-Dateien machen ZIP-Archive bekanntlich keinen Sinn, aber es gibt ja noch andere Daten, da ist das sehr sinnvoll. Wichtig ist, daß Standard ZIP-Dateien erstellt werden, die mit einem beliebigen ZIP-Programm bzw. sogar mit Windows XP geöffnet werden können.

Die andere Möglichkeit ist die Erzeugung von Imagedateien. Man hat beispielsweise mit TrueImage die Möglichkeit, einzelne Verzeichnisse/Dateien selektiv zu sichern und zurückzuspielen. Ein TrueImage-Archiv kann im System als Laufwerk angemeldet werden (Lesemodus); Dateien können bei Bedarf sehr einfach aus dem Image kopiert werden.

Gepackte (ZIP, Image) Dateien haben einen Nachteil: Ist die gepackte Datei fehlerhaft, sind meist alle enthaltenen Dateien verloren bzw. nicht mehr lesbar. Man sollte daher alleine aus diesem Grund immer mehrere Versionen archivieren. Dann kann man im Notfall auf einen älteren Backupstand zurückgreifen.

Ich fahre mehrgleisig:

Meine Bilder beispielsweise kopiere ich 1:1 mit Beyond Compare auf eine externe Platte. Hier möchte ich nicht das Risiko eingehen, daß ein falsches Byte meine komplette Sicherung unbrauchbar macht. In Beyond Compare kann man Profile anlegen. In diesen Profilen wird gespeichert, welche(s) Verzeichnis(se) mit dem Sicherungsmedium wie synchronisiert werden soll(en). Man ruft dann nur noch das Profil auf und läßt nach den bereits festgelegten Regeln synchronisieren. Das Bildarchiv wird so nach jeder Änderung gesichert. Da beim synchronisieren nur Änderungen berücksichtigt werden müssen, dauert die normale Sicherung nicht lange.

Die Windows-Installation kann man nur mit einem Image-Programm vernünftig sichern, z.B. mit True Image. Dazu sollte Windows auf einer eigenen Partition installiert sein, was allein aus diesem Grunde sehr zu empfehlen ist (siehe hierzu auch "Partitionieren von Festplatten"). True Image erzeugt - ohne den Rechner neu zu starten - ein Image der gesamten (System-)Partition. Mit einer durch True Image erzeugten bootfähigen CD kann im Notfall durch Rücksichern aus dem Image der Ursprungszustand komplett (inkl. Systemdateien) hergestellt werden; auf diese Weise läßt sich auch ein nicht mehr lauffähiges System retten.

Verzichtet man auf ein solches Sicherungsverfahren, muss man nach einem totalen Platten-Crash das gesamte Windows-System einschließlich aller nicht auf der CD/DVD befindlichen Updates/Patches neu installieren. Es mag jeder selbst abschätzen, wieviel Zeit ihn das kostet. Die vollständige Wiederherstellung meiner Systempartition aus einem Image dauert bei mir 15-20 Minuten. Hierbei habe ich dann noch die Wahlmöglichkeit welches Image ich einspiele. Ich habe mir nach der Systemeinrichtung ein Basisimage erstellt und bewahre immer 3-4 aktuelle Images auf.

Ach übrigens: Die Sicherungsplatte hängt weder am Stromnetz noch ist sie mit dem Rechner verbunden, wenn nicht gerade gesichert wird. Man bedenke: Ein Blitzeinschlag in der Nähe kann schnell mal die gesamte EDV schrottreif machen.....


Niemand ist fehlerfrei. Sollten sich trotz aller Sorgfalt Fehler eingeschlichen haben, bitte ich um Mitteilung.
Kommentare sind ausdrücklich erwünscht.

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