Festung Hammershus
Die Burg wurde auf einem glatten Felsen errichtet. Der genaue Baubeginn ist nicht bekannt; man geht davon aus, dass mit dem Bau im sehr frühen Mittelalter begonnen wurde. Die Burg war ein Zeichen der Oberhoheit über die Insel und wurde zur Aufbewahrung der eingezogenen Steuern benutzt.
Die Entwicklung der Artillerie hatte zur Folge, dass die Burg an militärischer Bedeutung verlor, da ihre Kanonen aus der Mitte des 16. Jahrhunderts veraltet waren. Ihr Abstieg begann mit dem Dasein als Staatsgefängnis und Kaserne für die Garnision der Insel. 1743 wurde die Burg ganz aufgegeben und wurde zu einer Stelle, an der man Baumaterialien holte. 1822 wurde sie unter Denkmalschutz gestellt.
Die Besichtigung der Festung bzw. der Ruine dauert länger als man zuerst annimmt, da die Geamtanlage sehr groß ist. Man sieht Reste vom Brauhaus, Bäckerei, Munitionslager und Kirche (es stehen jeweils nur noch die Mauern). Von der Festung hat man einen phantastischen Ausblick Richtung Süden und Norden; bei gutem Wetter kann man bis in nördlicher Richtung bis Schweden sehen. Die Küste besteht hier aus steil aufragenden Klippen bzw. Felsformationen. Bis dicht an die Küste findet man Laub- und Nadelwälder. Lohneswert ist der Rundweg um die Festung Hammershus.
Wir haben den Rundweg an der Seeseite begonnen. Ein Trampelpfad führt durch dicht bewachsene Landschaft. Skurille Laubbäume und Farnfelder säumen den Weg. Rechter Hand geht es steil abwärts Richtung Ostsee. Linker Hand sieht man einen Steil aufragenden Felsen, auf dem die Burgruine thront. Man kann bis hinunter auf die Klippen gehen. Von hier hat man eine traumhaften Blick entlang der Küste. 20-30 m tiefer schlagen die Wellen der Ostsee gegen die Steilküste.
Auch wenn ich mich wiederhole. Dies Szenerie kann auch in Schottland, England oder Wales spielen. So eine rauhe Küstenlandschaft erwartet man in Dänemark nicht unbedingt.

