Infos über Rennmäuse

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Wo leben sie in der Natur

Die unter den Rennmäusen am häufigsten als Haustier gehaltene "mongolische Rennmaus" ist ursprünglich in den Steppen und Halbwüsten der Mongolei und Nordchinas zuhause. Sie lebt dort in engen Familienverbänden von etwa 15 bis 20 Tieren. Dort sind die Sommer heiß und die Winter kalt und trocken. Rennmäuse sind daher an Kälte gut angepaßt. Sie vertragen aber keine Feuchtigkeit.


In der Natur graben sich die Rennmäuse weitverzweigte unterirdische Gangsysteme. Hier sind sie vor der Witterung, besonders vor Hitze, geschützt.
Aussehen und Alter

 

Ausgewachsen sind die Tiere 70 bis 100 g schwer und 10 bis 12 cm groß (aufrecht stehend bzw. Körper gestreckt). Der Schwanz erreicht noch einmal dieselbe Länge. Rennmäuse sind am ganzen Körper behaart, im Gegensatz zu Mäusen und Ratten auch am Schwanz und unter den Fußsohlen. Dies dient der Anpassung an ihren natürlichen Lebensraum.

Sie haben einen rundlichen Kopf mit relativ kleinen Ohren und großen runden Augen. Ihre Hinterbeine sind im Vergleich zu den Vorderbeinen dreimal so lang. Dies befähigt sie zu hohem Tempo und weiten Sprüngen. Sie können sich aufrecht hinstellen. Die natürliche Fellfarbe ist sandfarben. Inzwischen sind viele verschiedene Zuchtfarben erhältlich.

Im Gegensatz zu als Haustier gehaltenen Tieren können frei lebende Rennmäuse bis zu 8 Jahren alt werden. In Gefangenschaft erreichen sie meist nur ein Alter von 2 bis 4, selten auch bis zu 5 Jahren.

Rennmäuse sind im Rhythmus von 2 bis 4 Stunden tag- und nachtaktiv und halten keinen Winterschlaf.

Ernährung

Einen Großteil ihrer wachen Zeit verbringen sie mit der Futtersuche. Sie ernähren sich von Samen, Früchten, Wurzeln und Pflanzenteilen. Mit dem Futter nehmen sie den Hauptteil ihres Wasserbedarfs auf und trinken nur sehr wenig. Als Heimtier sollten diese mit größtenteils Vogelfutter und anderen fettarmen Sämereien gefüttert werden. Zudem kommen auch noch viele Gemüsearten hinzu (bei Gurke aufpassen, wirkt entwässernd). Obst sollte man nur gering, und wenn, dann nur säurearmes Obst verfüttern. Säure sind Rennmäuse in der Natur nicht gewohnt. Wasser sollte stets vorhanden sein.

Haltung

Mongolische Rennmäuse sind gesellige Tiere. Aufgrund eines stark ausgeprägten Revierverhaltens ist es für Anfänger wenig ratsam, mehr als 3 Tiere zu halten. Während zwei Rennmäuse auch in großen (mehr als 120 x 50 cm) Terrarien nicht stark zu Revierstreitigkeiten neigen, steigt bei Rudeln die Gefahr von ernsthaften Verletzungen mit zunehmendem Platzangebot. Bei der Haltung gemischt-geschlechtlicher Rudel ist zu beachten, dass die Weibchen den Wurf der Konkurrentin töten können und die Männchen ihre Rangfolge durch blutige Kämpfe klären, die mit dem Tod der unterlegenen Böcke enden kann. Bei Geschwistern in einem Käfig bzw. bei Mäusen, die sich seit der Geburt kennen, kommt es selten zu Kämpfen.

Mongolische Rennmäuse sind sehr nagefreudig, was zur sicheren Unterbringung beachtet werden muss. Die Einstreu muss mindestens eine Höhe von 15 - 20 cm haben und zum Tunnelbau geeignet sein (empfehlenswert ist Hanfeinstreu plus genügend Heu und Stroh). Dazu muss unbedingt ein Sandbad mit Chinchillasand zur Fellpflege bereitstehen.

Im Gegensatz zu Hausmäusen haben sie einen kaum wahrnehmbaren Geruch, das Terrarium braucht deshalb nur etwa alle 3-4 Wochen komplett gesäubert zu werden. Jedoch ist es ratsam, das Sandbad alle 2-3 Tage zu wechseln, da viele Rennmäuse dazu neigen, das Sandbad als Toilette zu benutzen.

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